Das Leadership Circle Modell: Ein tiefgehender Blick auf unsere Führungsstile
Das Leadership Circle Modell geht weit über oberflächliche Führungsfragen hinaus. Es fragt nicht nur: Wie führst du? Vielmehr interessiert es sich für die tiefere Frage: Warum leitest du so, wie du es tust? In diesem Kontext wird Führung als Bewusstseinsentwicklung betrachtet und lässt sich auf zwei wesentlichen Ebenen verstehen.
1. Reaktives Selbstbild
Hier stellen wir fest, dass Führung oft zur Anpassung neigt und von Kontrolle, Absicherung und Bestätigung geprägt ist. Führungsmuster in dieser Kategorie sind unter anderem:
- Kontrolle statt Vertrauen
- Pflicht statt Purpose
- Zurückhaltung statt Präsenz
2. Kreatives Führungsbewusstsein
Diese Ebene beschreibt die Führung aus einem Ort von innerer Klarheit und Verbundenheit. Hier entstehen:
- Authentizität
- Vision und systemisches Denken
- Mut zur Verantwortung
Der visuelle Kreis des Modells zeigt grafisch, wo du stehst: Wo schöpfst du aus deinem Potenzial, und wo agierst du aus Schutz? Das Ziel besteht nicht darin, Perfektion zu erreichen, sondern die Integrationsfähigkeit zwischen reaktiven und kreativen Mustern zu fördern – sowohl individuell als auch im Team.
Praktische Anwendung des Leadership Circle
Wie kannst du den Leadership Circle als Spiegel nutzen? In verschiedenen Kontexten, sei es im Coaching, in Teams oder im Rahmen der Selbstreflexion, ist es wichtig, sich folgende Fragen zu stellen:
- Welche Muster dienen mir?
- Welche Begrenzungen habe ich?
- Was benötigt eine neue Führung in mir selbst?
Wo führst du aus Reaktion? Und was würde sich verändern, wenn du stattdessen aus Verbindung führst? Diese Reflexion bietet einen wertvollen Raum für persönliches Wachstum und kann dich dazu anregen, neue Führungsmethoden zu entdecken.