Ich war überall und gleichzeitig nirgends ganz. In meinen Gesprächen war ich zwar präsent, doch innerlich oft abwesend. Äußerlich wirkte ich organisiert, während mein inneres Chaos zerrissen schien. Das brachte mich dazu, mich zu fragen:
Wer bin ich und wer komme ich zu kurz?
Das Lebensrollenrad hat mir geholfen, Ordnung in mein Rollenchaos zu bringen. Dieses einfache, aber effektive Tool zeigt nicht nur, was ich tun sollte, sondern vor allem, wer ich bin – in all meinen Facetten. Als Partner*in, Tochter, Kolleg*in, Gestalter*in, Lernende*r und Freundin*, jede Rolle hat eigene Bedürfnisse und ihre eigene Bedeutung.
Wenn ich eine Rolle übergehe, hat das seinen Preis. Daher ist es wichtig, ein Bewusstsein für die Balance in unserem Leben zu schaffen.
So geht’s zum eigenen Lebensrollenrad
Mit folgendem Prozess kannst du dein eigenes Lebensrollenrad gestalten:
- Zeichne einen Kreis und unterteile ihn in 6–8 Segmente für deine wichtigsten Lebensrollen.
- Trage in jedes Segment ein, wie viel Raum diese Rolle aktuell einnimmt (z.B. mit unterschiedlichen Farbflächen).
- Spüre nach: Wo ist deine Balance? Wo fehlt es an Präsenz? Wo würdest du dir mehr oder weniger Raum wünschen?
Es geht nicht um Gleichverteilung, sondern um stimmige Aufmerksamkeit für jede Rolle in deinem Leben. Das Lebensrollenrad bietet dir die Möglichkeit, dein Innenleben besser zu verstehen und aktiv zu gestalten.
Reflexion: Welche Rolle braucht mehr Aufmerksamkeit?
Denke darüber nach, welche deiner Rollen momentan unterernährt ist und was passieren würde, wenn du ihr wieder mehr Raum gibst. Könnte dies eine positive Veränderung in deinem Leben bewirken? Lass uns gemeinsam die Balance finden und unser wahres Selbst entdecken.