Die Prinzipien der Knowledge-Creating Company nach Nonaka & Takeuchi liefern wertvolle Impulse, wie Organisationen in einer dynamischen Welt dauerhaft lernfähig bleiben können. Dabei geht es nicht nur um das bloße Verwalten von Wissen, sondern um dessen aktive Erzeugung in einem lebendigen Prozess.
Wissen: Zwei Seiten einer Medaille
Die zentrale Idee dieser Theorie ist, dass es zwei Arten von Wissen gibt:
- Implizites Wissen: Unbewusstes Erfahrungswissen, Intuition und Können, oft schwer in Worte zu fassen.
- Explizites Wissen: Dokumentiertes, strukturiertes Wissen, das leicht kommuniziert werden kann.
Wissen entsteht durch den Wandel zwischen diesen beiden Wissensarten, in einem fortlaufenden Prozess, der in vier Phasen unterteilt werden kann:
- Socialization: Teilen von implizitem Wissen durch persönliche Interaktionen, wie Gespräche oder gemeinsames Handeln.
- Externalization: Übertragung des impliziten Wissens in Worte oder Modelle, wodurch erste Formen von explizitem Wissen entstehen.
- Combination: Systematische Vernetzung und Erweiterung expliziten Wissens.
- Internalization: Anwendung des neuen Wissens, wodurch Theorie in Praxis umgesetzt wird.
Der SECI-Zyklus als Lehrmodell
Dieses Konzept, auch bekannt als SECI-Zyklus, ist ein dynamisches Lernmodell, das Wissen in Bewegung hält und nicht horte. Um euren Lernprozess als Team zu fördern, könnt ihr euch folgende Fragen stellen:
- Wo findet bei uns echtes Erfahrungslernen statt?
- Wie machen wir implizites Wissen greifbar, ohne es zu versachlichen?
- Was fehlt, damit Lernen nicht zufällig bleibt, sondern systematisch wird?
Wie viel Wissen in deiner Organisation bleibt ungeteilt, weil niemand einen Raum schafft, um es in Sprache zu verwandeln? Die Antwort könnte entscheidend dafür sein, wie erfolgreich ihr umfasst nachhaltige Praktiken in Gemeinschaftsbildung, Soziokratie oder Wildnispädagogik umsetzt.
Wie könntest du in deinem Umfeld den Austausch über Wissen und Erfahrungen anregen, um die Gemeinschaft zu stärken und nachhaltige Ansätze zu fördern?