Lehrpfad zum / zur Wildgestalter*in

Der zweite Pfad

!Achtung! Den Lehrpfad kannst du nur gehen, wenn du bereits den Lernpfad gegangen bist.

Allgemeines

Der Lehrpfad ist der zweite der insgesamt acht „Pfade zur Wildgestaltung“.
Er ist eine Ergänzung zum Lernpfad und bildet mit ihm eine geschlossene Einheit.
Du hast nicht nur die Chance, die für dich interessantesten Module des Lernpfads als Hospitant*in erneut zu besuchen, sondern auch deine Rolle in dem Ganzen zu erforschen, zu entwickeln und zu wandeln. Insgesamt umfasst der Lehrpfad 13 Module, davon mindestens 3 Hospitationsmodule, 7 Module rund um den Themenbereich der „Wildnispädagogik“ und 3 selbstorganisierte Module.

 

 

Zum aktuellen Lehrpfad

 

Module & Ablauf

Auf dem Lehrpfad widmen wir uns dem „coyote teaching“ bzw. „art of mentoring“ und der Wissensweitergabe, Vogelsprache, Erlebnispädagogik, Outdoor-Erste Hife, Visionssuche, dem Campleben, Fährtenlesen und Tarnen.

Die 7 eigenen Module des Lehrpfads finden zwischen kommendem März 2021 und Januar des Folgejahres statt.
Zusätzlich ist es vorgesehen, dass jeder Lehrling auf mindestens 3 Modulen des neuen Lernpfad-Jahrgangs hospitiert.
In den meisten Fällen sind die Module beider Jahrgänge mindestens 7-tägig und finden im Abstand von 2 und 4 Wochen statt.

Es gibt keine parallel stattfinden Module der beiden Pfade Lern- und Lehrpfad.

 

 

Zu den Lehrpfad Terminen

 

 

All diese Bereiche werden auf den Modulen zumeist für Neueinsteiger*innen, also als Basiskurse, angeboten.
Vorwissen ist dementsprechend nicht notwendig.

Die Module dauern zwischen 7 und 10 Tage.

Selbstorganisation

Aus all dem pickst du dir die Rosinen, erstellst dir deinen Werkzeugkoffer und machst dich mit bis zu 20 anderen Lehrlingen erneut gemeinsam auf die Reise durch Deutschland.

Doch sei gewarnt! Das Jahr kann es wieder in sich haben.
Dadurch, dass der Lehrpfad, wie auch schon der Lernpfad, auf Selbstorganisation basiert, erfordert er deine stetige Eigeninitiative.

Auf jedem Modul des Lernpfads können bis zu 3 Lehrlinge hospitieren.

Eure Rolle wird sich enorm wandeln, dadurch, dass ihr vieles von dem, was die Lernlinge gerade erleben bereits durchlebt habt.

Und selbst wenn dies einmal nicht der Fall sein sollte, werden die Lernlinge euch dennoch als erfahrener innerhalb dieses Kosmos betrachten.

Es ist eine spannende Erfahrung, innerhalb eines Systems so schnell einen derartigen Rollenwechsel zu erleben, annehmen zu lernen und verantwortungsbewusst damit umzugehen.
Eure Haltung wird in der Gesamtdynamik der Gruppe eine höhere Gewichtung haben.
Welchen Stil ihr beim „Begleiten“ und „Lehren“ wählt, dass werden wir hoffentlich in dem Jahr herausfinden und verfeinern können.
Eine Hospitation bedeutet also, dass ihr auf den Modulen mehr Verantwortung übernehmt als noch im Jahr zuvor.

Dazu zählen drei Tätigkeitsbereiche:

    1. Die Unterstützung der Mentoris auf den Modulen, beispielsweise im Raumhalten, Moderieren, den flüssigen Ablauf gewähren, auf Stimmungen achten und aufmerksam machen, Inputs geben, …
    2. Die direkte Begleitung der Lernlinge und Banden.
    3. Gebt nach Möglichkeit eure Erfahrungen vom Lernpfad, nach den Methoden des „coyote teaching“, „art of mentoring“ und Wildnispädagogik, an die Lernlinge weiter.

Spielt damit herum, übt und unterstützt die Lernlinge in ihren Aufgaben der Selbstorganisation und des Fundraisings. Die Unterstützung der Organisation durch das Übernehmen des Auf- und Abbaus der Infrastruktur, des „Kochjobs“, der Transporte, …

Finanzierung

Die gesamten Kosten des Lehrpfads werden sich maximal auf etwa 65.000€ belaufen.

Davon sind ungefähr 22.000€ für die Module und die dort entstehenden Kosten und 43.000€ für meine Büro-, Organisations- und Begleitungsarbeit im Zeitraum von August 2020 bis Februar 2022.

Eigenanteil der Lehrlinge aus eigener Tasche

Eigenanteil für Orga und Verwaltung

Nach Selbsteinschätzung zahlst du für den gesamten Lehrpfad, also das Komplettpaket aller Module, insgesamt zwischen 1.200€ und 2.400€ (inkl. 19% MWSt). Welche Module du dann besuchst und welche nicht, sind deine Entscheidung. Den genauen Betrag legst du für dich in deinem Weiterbildungsvertrag fest.

ACHTUNG! es ist eine Anmeldeverpflichtung, dass du ein Design vorlegen kannst, welches darstellt, wie du deinen Eigenanteil refinanzierst!

 

Es sind folgende Tiere wählbar:
Zur Erinnerung: Ziel ist es, deinen Eigenanteil komplett zu refinanzieren.

Die Graugans (8x):            1.200€     (600€ aus eigener Tasche, 600€ gefundraist)
Das Wildkaninchen (8x): 1.800€     (900€ aus eigener Tasche, 900€ gefundraist)
Der Fuchs (8x):                   2.400€     (1.200€ aus eigener Tasche, 1.200€ gefundraist)

 

Mit der Anmeldung zahlst du mindestens 600€ von deiner gefundraisten Eigenanteilshälfte als Anzahlung und es steht dir frei den Rest in monatlichen Raten zu zahlen.

***Am Beispiel des Wildkaninchens von 1.800€.

600€ Anzahlung bei verbindlicher Anmeldung (gefundraist)

1.200€ Restbetrag in monatlichen Raten zahlbar (12 Monate Laufzeit 100€ pro Monat)***

Das alles kennt ihr bereits aus dem Lernpfad.

Es gibt beim Lehrpfad folgende Besonderheiten:
Pro Hospitation erhält jeder Lehrling aus den fundraisings des Lernpfad-Jahrgangs bis zu 300€ Hospitationshonorar.
Da zum Lehrpfad mindestens 3 Hospitationen gehören, erhaltet ihr in dem Jahr für eure Hospitationen auf den Lernpfad-Modulen die Möglichkeit euren Eigenanteil durch das Lehrenlernen zu refinanzieren.

Es besteht außerdem die Möglichkeit auf Lernpfad-Modulen zu kochen, diese “Dienstleistung” wird auf Spendenbasis (Empfehlung 30€ – 70€ pro Modul) entlohnt. Falls du alleine auf einem Modul kochst und 20 Lernlinge je 50€ spenden können das schon 1.000€ für dich sein.

Als pfiffiger Fuchs mit 2.400€ Eigenanteil – davon ist die Hälfte aus deiner Hosentasche, also 1.200€ – bräuchtest du 4 Hospitationen um deinen Hosentaschen-Eigenanteil und 4 Hospitationen und 1-2 mal Kochen um den kompletten Eigenanteil herauszubekommen. Da es 2021 2 Lernpfad-Jahrgänge gibt, gibt es insgesamt 20 Module, auf denen du potentiell hospitieren oder kochen könntest. Kinderbetreuung auf den Modulen ist als Hospitationsaufgabe auch sehr gefragt.

 

Eigenanteil Küchenspende

Bis zu einer Gruppengröße von 14 Menschen:

Die Küchenspenden entfallen auf dem Lehrpfad weitestgehend, da ihr fast immer selbst kochen werdet. Durch die geringe Teilnehmeranzahl ist der Aufwand und Zeitbedarf hierfür klein genug, sodass es einen Koch oder eine Köchin in der Regel nicht mehr braucht.
Auf den Lernpfad-Modulen braucht es diese Dienstleistung allerdings nach wie vor. Wenn es für euch in Frage kommt, könnt ihr, wie erwähnt, diesen Job gerne übernehmen.

Ab einer Gruppengröße von 15 Menschen:

Wird es einen Koch / eine Köchin geben, da das Managen der Küche ein dermaßen zeitintensiver Job ist, dass für die anderen Selbstorganisationsaufgaben, die Modulinhalte oder auch die Zeit für dich selbst viel weniger Zeit bleibt.

Am letzten Tag jedes Moduls findet also wie auf dem Lernpfad ein Spendenspiel statt, welches die Lehrlinge selbst organisieren (Spendenspiele können ganz unterschiedlich ausfallen). Es dient dazu die Dienstleistung des Kochens durch den Koch oder die Köchin monetär zu wertschätzen (Lebensmittel und Kochequipment werden über andere Wege finanziert).

Alle Teilnehmenden an dem Modul sind dazu angehalten, nach Selbsteinschätzung zwischen 0 und X € an die Köchin / den Koch spenden. Meine Empfehlung liegt bei 30€ pro Modul.

Das Kochen auf den Lehrpfad-Modulen können Lernlinge übernehmen, um so ihren Eigenanteil zu refinanzieren.

 

Die Finanzierung durch die Lehrlinge als Gruppenprojekt

Wie im Abschnitt zum Eigenanteil erwähnt, finanziert sich meine Organisations- und Büroarbeit über die Eigenanteile.

Diese Kosten machen etwa 2/3 der gesamten Weiterbildungskosten aus.
Die Deckung des anderen Drittels der Weiterbildungskosten wird von euch wieder als ein gemeinsames Projekt verstanden, organisiert und erwirtschaftet.

Hinter diesem Kostenanteil stecken diese drei Kostenbereiche:
Mentori, Lebensmittel und Verbrauchsgüter wie Wasser, Holz, Gas, …
Grob überschlagen sind das auf dem Lehrpfad 2020 etwa 22.000€ (vlg. auf dem Lernpfad
2020 etwa 43.000€).

Wer noch genauer in die Aufdröselung der Ausgabenkalkulation der einzelnen Module einsteigen möchte.

Klicke bitte HIER

Kinder & Hunde

Kinder, Hunde und andere Tiere sind auf dem Lernpfad herzlich willkommen!
In der Teilnahme von Kindern und Tieren liegen große Chancen auf Diversität, auf die wir in der Erwachsenenbildung nahezu immer verzichten. Die Anwesenheit von besonders jungen und
älteren Menschen sowie Tieren sorgt durch ihre natürliche Ganzheitlichkeit für eine Stärkung der Gruppenkultur.
Außerdem können so auch Eltern oder Tierbegleitete teilnehmen, die gewöhnlich von Bildungsangeboten ausgeschlossen werden, weil sie ihre Kinder oder Tiere nicht mitbringen dürfen. Wir haben keine bezahlte Kinderbetreuung, in die wir unsere Kinder während der Modulzeiten geben können.
Das heißt, wenn wir Kinder und Tiere auf dem Pfad inkludieren möchten, liegt es an jedem Individuum, Kontakt und Beziehung zu den kleineren Wesen unter uns aufzubauen.

Humus-Festivals

Ich empfehle als Erweiterung des Lernpfads wärmstens die Teilnahme an mindestens einem Humus-Festival. Diese Festivals entstammen ebenfalls meiner Feder und sind, wenn man so will, eine Vorstufe des Lernpfads. Es handelt sich dabei um 8-tägige, selbstorganisierte Workshop- und Campleben-Festivals mit Permakultur, Wildnispädagogik und Foodsharing als Kernelemente. Der Teilnahmebeitrag für dieses 8-tägige Spektakel beläuft sich auf 30€ bis 70€ (nach Selbsteinschätzung), welchen ihr selbst tragt.

***Wann und wo Humus-Festivals stattfinden, erfahrt ihr frühstens im Ende Februar ’21 nach dem jährlichen „Humus-Vorfrühlings-Thing“***

 

Abschluss

Sofern du die Lernpfad-Module: „Wildnispädagogik“ & „Tiefenökologie“ (Hospitationen zählen auch),
die Lehrpfad-Module: „Start-Modul & CoyoteTeaching I“, „CoyoteTeaching II & Vogelsprache“, “Kräuterwissen”, „Kanutour“ & „Fährtenlesen“ besucht, sowie die Geschenke aus dem Lern- und Lehrpfad-Jahr vollständig ausgefüllt hast, erhältst du deinen Lehrpfad-Brief mit integriertem Zertifikat für die „einjährige Wildnispädagogik-Ausbildung“.

Die einjährige Wildnispädagogik-Ausbildung qualifiziert die Teilnehmer*innen dazu, als Wildnispädagogen professionelle natur- und wildnispädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters planen und durchführen zu können.
Wer die Weiterbildung fortführen möchte, begibt sich auf die anschließenden einjährigen „Gesellenpfade zum / zur Wildgestalter*in“. Hier stehen euch zwei Pfade zur Verfügung. Sobald es genug Anmeldungen für einen der beiden oder beide gibt, werden sie aktiviert.

Anmeldung

Die Anmeldung läuft über 5 Schritte:

1. Den Lernpfad gehen: Vorraussetzung für die Teilnahme am Lehrpfad, ist es am Lernpfad teilgenommen zu haben

2. Voranmeldung: melde dich an und werde in die „Voranmeldeliste” aufgenommen und widme dich deinem Refinanzierungs-Design

3. Weiterbildungs-Info-Handbuch: anschließend erhälst du das WIH, lies es dir in Ruhe und genau durch und melde dich kurz, sobald du es gelesen hast

4. Weiterbildungsvertrag: Melde dich verbindlich mit dem Weiterbildungsvertrag an

5. Anzahlung: Mach deine Anmeldung endgültig, indem du mindestens 600€ als Anzahlung überweist und lies das WIH gerne erneut

LAURITZ HEINSCH
für Rückfragen zu
Allgemeinem, Teilnehmen, Unterstützung, Finanzen, Technik…

Tel.: +49 (0) 176 395 030 34
(MI 10 – 18 Uhr)

Mail: info@wildgestaltung.de

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