22.09.2026
27.09.2026
Handwerks-Modul
In diesem 6-tägigen Modul widmen wir uns den traditionellen Techniken des Lehmbaus. Mit einfachen Handmaschinen und Werkzeugen lernst du, natürliche Materialien zu bearbeiten und praktisch einzusetzen, Wissen, das seit Jahrhunderten weitergegeben wird und heute wieder an Bedeutung gewinnt.
Dabei geht es nicht nur um Fertigkeiten, sondern auch um ein Gespür für Materialien, Prozesse und Nachhaltigkeit. Handwerk eröffnet dir die Möglichkeit, selbstwirksam zu gestalten, eigene Projekte umzusetzen und eine direkte Verbindung zu deinem Tun herzustellen.
Gemeinsam schaffen wir Werkstücke, erleben den Wert von Handarbeit und entdecken, wie alte Techniken moderne Antworten auf ökologische und soziale Fragen geben können.
Mit: (Per)Mentori: Andreas Huhn aka Ali, Mentori: Christoph Sonntag
Ort: sehr wahrscheinlich auf dem Gelände Erdumdrehungs e.V. (37136 Landolfshausen, bei Göttingen in Niedersachsen)
Und dazu noch ein Gedicht von Pia-Marie Surkamp (Lernling’21)
Die alten Gewerke bestehen
hauptsächlich aus Natur und Kraft
Wir holen was sie uns schenkt
und wandeln um damit zu schaffen.
Dieses Modul wird uns lehren
vom stehenden Volk der Bäume
außerdem wird es gehen
um Lehm und Werkstoffe aus Steinen
Bäume – sie sind Spielplätze
voller Wesen, Räumen und Leben
Ewig bekletterbare Kindheitsschätze
in die wir Sitzplätze einweben
Bäume erstrahlen die Ehrfurcht
Berührbar sinnlicher Ästhetik
Mythologische Großmütterlichkeit
Orientierung wenn man unterwegs ist
Fürs Handwerk geht’s um ihr Holz
Kernholz, Splintholz, Rinde
es gibt grünes, weiches und hartes,
es sind Koniferen und Laubbäume zu finden
Der Baum wächst von innen nach außen
in Ringen die Jahre gezählt
Beim Spalten der Höhe entgegen
Beim sägen die Fasern getrennt
Das Werkzeug heißt Spaltaxt und Schnitzaxt
Wir sägen auf Zug und auf Stoß
Die Maserung radial oder tangential
und alle Theorie ist Anfang bloß
Löffel wollen wir schnitzen
Obacht: die Arbeitssicherheit!
„Immer schön vom Körper weg“
trotz achtsamem Arbeiten liegt das Pflaster bereit
Bei Fred sieht alles so leicht aus
weil Fred das beruflich tut
weil meditatives Schnitzen süchtig macht
ist er auch son entspannter Dude
Lehm – der zweite Werkstoff
ist organisch, formbar, sozial
verdichteter Boden an der Wand
das alte-Häuser-Material
Die Lehre der Feinheit der Gesteine:
Schluff und Sand und Ton
ein Lössboden ist sehr fruchtbar
und Torf, das sind Pflanzen, wusstet ihr das schon?!
Eisen macht Lehmboden rötlich
Kalzium macht Lehm weiß
Der Ton darin bindet und kann quellen
beim brennen schwindet Kristallwasser wie Schweiß
So wird aus Lehm ein Ziegelstein
und mauert sich selber ein
denn Lehm kann auch innerer Wandputz sein
Kreislaufmöglich, atmend, gar essbar-rein
Das Korngerüst soll vielfältig sein
Wir lernen allerhand Tests
Sedimentation, Pastillen, Geruch
um zu wissen wie Lehm sich bestens verarbeiten lässt
Einen Rocketstove könnten wir bauen
doch Lehmsteine trocknen auch allein
wir stapfen sie zu patzen und quadern
lachendes Tanzen im Eimerlein
Das tollste am Handwerkeln ist
wie Natur mit sich selbst in Verbundenheit bleibt
um uns als Menschen dienlich zu sein
als Haus, als Werkzeug, als Kleid
Zuletzt lernen wir nämlich über Wolle
vor dem kadieren erst scheren
und nun: filzen, spinnen, stricken
oder im selbstgebauten Webrahmen weben
Wow, was ein Modul
Viel Regen. Viel Kraft. Viel Zeit
Nachts noch Nickels Wheel of Consent Workshop
Wir sind zur tiefen Verbundenheit bereit
Denn die Frage kommt langsam auf:
wie tragen wir alles nach Hause?
Sei es das gelernte integrieren
oder die Freundschaften, die hier so berauschend
Feen, Bärchen und Kobolde
durch den Regenbogen des Oinskys
Tanzen wir um das Feuer der Nacht
und nebenbei wird es Herbst