Lernpfad zum / zur Wildgestalter*in

Der erste Pfad

Die Anmeldephase für den Lernpfad-Jahrgang 2021 hat begonnen!

 

 

Hier geht’s zur Anmeldung für 2021

 

Allgemeines

Der Lernpfad ist der erste der insgesamt acht „Pfade zur Wildgestaltung“ und somit ein Einstieg in einen komplexen und weitreichenden Kosmos eines neuen Bildungssystems.

Du verpflichtest dich mit der Anmeldung zum Lernpfad nicht dazu, die anderen Weiterbildungsjahre zu gehen. Jedes Jahr der „Pfade zur Wildgestaltung“ ist in sich abgeschlossen. Und jedes Jahr verkörpert deinen eigenen Lernweg, den du nach deinem Ermessen selbst zusammenstellen und wild gestalten darfst und kannst.

 

Der Lernpfad umfasst circa 90 Seminartage (in 13 Modulen).

Den aktuellen Jahrgang bilden 7 Kinder und 24 Erwachsene.

Als sogenannte Lernlinge findet ihr euch regelmäßig im Campleben zusammen, erlebt dort hautnah was Selbstorganisation bedeutet und teilt euer Können – denn dadurch wird es laufend mehr!

Zum aktuellen Lernpfad

 

 

Es gibt 3 herausstechende Besonderheiten:

 

1. Die Auswahl der Modulinhalte sowie deren Verknüpfung

Der Lernpfad macht an einigen Stationen halt. Dort erhaltet ihr Einblicke in Permakultur, Wildnispädagogik, (altes) Handwerk, Soziokratie, Selbstorganisation, (Food)sharing, Flake, Gemeinwohlökonomie, Campleben, Kommunikation, Aktivismus, Tiefenökologie, Humus-Festivals und Wissensweitergabe.

 

 

2. Die Kindertauglichkeit

Kinder, Hunde und andere Tiere sind auf dem Lernpfad herzlich willkommen!

In der Teilnahme von Kindern und Hunden liegen großen Chancen auf Diversität, auf die wir in der Erwachsenenbildung nahezu immer verzichten. Die Anwesenheit von besonders jungen und älteren Menschen sowie Tieren sorgt durch ihre natürliche Ganzheitlichkeit für eine Stärkung der Gruppenkultur.

Außerdem können so auch Eltern oder Tierbegleitete teilnehmen, die gewöhnlich von Bildungsangeboten ausgeschlossen werden, weil sie ihre Kinder oder Tiere nicht mitbringen dürfen.

Während es eine weit verbreitete These ist, dass vor allem Kinder die Konzentration der Erwachsenen stören, möchten wir die besonderen Qualitäten der Kinder sehen lernen, wie Spielen, Begeisterungsfähigkeit, Impulsivität und das Widerspiegeln von Gruppendynamiken.

Wenn wir eine enkeltaugliche Gesellschaft wollen, dürfen wir unsere Kinder nicht ausklammern!

 

 

3. Das Finanzierungsmodell

Innerhalb der Weiterbildung experimentieren die Lernlinge mit verschiedenen Finanzierungsmodellen, um neue Konzepte zu entwickeln, die Bildung für jeden Menschen ermöglichen – unabhängig davon wie viel Geld ein einzelner Mensch besitzt.

 

Als Lernlinge zahlst du einen selbst gewählten Eigenanteil, welcher circa 1/3 der gesamten Weiterbildungskosten entspricht. Die Deckung der übrigen Kosten wird zu einem gemeinsamen Projekt gemacht. Durch intrinsische Motivation bewegt, durch erfahrene Mentor*innen begleitet und durch erlernte Methoden gestützt, widmet ihr euch in eurer Weiterbildung so der Ausarbeitung alternativer Wege zur Finanzierung von Bildung.

> Mehr zur Idee und Umsetzung des Finanzierungsmodells findest hier <

 

Module & Ablauf

Auf dem Lernpfad werden dir erste Einblicke in eine ganze Reihe von Themenbereichen geboten, die sich sehr gut ergänzen, gegenseitig befruchten und zusammen eine holistischere Sicht auf Materie, Bewusstsein und das Namenlose schenken können.

Dazu zählen: Permakultur, Wildnispädagogik, (Food)sharing, Flake, Selbstorganisation, Soziokratie, (altes) Handwerk, Gemeinwohlökonomie, Campleben, Kommunikation, Aktivismus, Tiefenökologie, Humus-Festivals und Wissensweitergabe.

 

 

Zu den Lernpfad-Modulen und deren Daten

 

 

 

All diese Bereiche werden auf den Modulen zumeist für Neueinsteiger*innen, also als Basiskurse, angeboten. Vorwissen ist dementsprechend nicht notwendig.

Die Module sind zwischen 7 und 12 Tage lang.

 

Die Permäntori

Entschuldigt diesen Neologismus! Permäntori besteht aus den Worten “permanent” und einer gegenderten Abwandlung des Plurals von “Mentoren”.

Als Brücken zwischen mir im Büro, den Fach-Mentoris auf den Modulen und euch, der Gruppe, werden die beiden Lernpfade 2021 jeweils entweder von Ali oder Lauritz begleitet. Sie sind auf all euren Modulen, also permanent, und stehen euch zur Seite.

 

Lauritz Heinsch

 
Hallo, mein Name ist Lauritz.

Ich sitze sehr oft im „Büro für sozialen Humusaufbau“ rum und wenn ich dort so sitze, dann entwickle ich eben Sachen wie zum Beispiel die Humus-Festivals oder den Lernpfad.

Ich werde Euch auf dem Pfad von Anfang bis Ende begleiten als Mentor auf den Modulen und im Hintergrund, denn ich kümmere mich auch um Verwaltung, Organisation, Begleitung, Koordination, Infrastruktur, Finanzen und alles, was da noch so dran hängt.

 

 

 

Anstatt Abi zu machen, zog ich von meinem Geburtsort Fulda nach Hamburg, um dort beim Film zu arbeiten. Ich absolvierte solange Praktika als Set-Runner bis ich letztendlich zur Assistenz der Set-Aufnahmeleitung für ARD- und ZDF-Produktionen wie den “Tatort” oder “die Pfefferkörner” aufstieg und mit einer kleinen Crew selbst Kurzfilme drehte.

Mit 21 reisten meine damalige Freundin und ich ein Jahr lang, mit Einsatz von nur sehr wenig Geld, trampend durch Schottland und Portugal.

2012 wurde ich Vater meines wundervollen Sohns Fjalle. Mit diesem Ereignis änderte sich mein Leben schlagartig, oder besser gesagt, ich änderte es schlagartig.

Von Ohnmachtsgefühlen, ob der zahllosen Missstände auf der Welt, überwältigt, suchte ich nach Strohhalmen, Hoffnungsschimmern und Lösungsstrategien. Diese Suche führte mich recht schnell, 2013, zum Permakultur-Design-Kurs auf dem Häuslemaierhof bei Freiburg.

Dieser Kurs inspirierte und bekräftige mich dermaßen, dass ich sofort und unmittelbar das Studium an der PKAkademie begann und innerhalb dessen an 14 Vertiefungskurse, 2 PDKFs und zahlreiche Netzwerktreffen teilnahm. Mit einem Schmunzeln kann ich heute sagen, dass ich viele dieser Kurse wegen ihrer wohltunenden Atmosphäre und kräftigender Wirkung auf mich besuchte.

Völlig überwältigt von den neuen Perspektiven Zukunft zu denken und gestalten zu können, begann ich noch im selben Jahr eine Schreinerlehre, die Wildnispädagogik-Ausbildung an der Wildnisschule Wildniswissen und wurde Foodsharing-Botschafter meiner Stadt.

2016 beendete ich meine Schreinerlehre mit einer indoor-Komposttoilette als Gesellenstück.

2017 akkreditierte ich zum Dipl. Permakultur-Designer auf einem meiner Studienprojekte, dem Humus-Festival und beendete die 3-jährige Wildnispädagogik-Ausbildung.

Irgendwann zwischendrin wurde ich alleinerziehend und lebe mit meinem Sohn Fjalle nun seit 2018 in Freiburg, wo ich mich als PK-Designer selbstständig gemacht habe.

Als “Büro für sozialen Humusaufbau” veröffentliche ich meine nonprofit Permakulturprojekte wie die Humus-Festivals oder die Flake und mein monetäres Ertragsprojekt die “Pfade zur Wildgestaltung”. Mein Sohn geht seit 2019 auf die *Trommelwirbel* freie, demokratische Schule Kapriole und ist dort außerordentlich glücklich.

 

Mein Werdegang im Bereich der Permakultur…

2013 habe ich mit dem Permakultur-Studium an der PKA angefangen. Meine Tutoren waren Harald Wedig, Robert Strauch und Katharina Philipp.

Meine 11 Projekte innerhalb des Studiums bestanden aus dem Designen meines Schrebergartens, meines Balkongartens, eines nie entstandenen PK-Campingplatzes, eines eigenen Prozessmodells, von Foodsharing-Ständen auf (Musik)Festivals, einer indoor-Komposttoilette, eines Permakultur-Wildnispädagoik-Foodsharing-Festivals aka Humus-Festival, meiner eigenen Rolle im Humus-Festival-Kontext, einer Feuerstelle für ca. 120 Personen, der Flake und meines Lernweg-Designs.

Während des Studiums an der PKA, der Ausbildung bei Wildniswissen und dem Einsatz im Foodsharing-Netzwerk habe ich festgestellt, dass diese 3 Bereiche, also Permakultur, Wildnispädagogik und Foodsharing, so dermaßen dicht bei einander liegen und doch noch nicht viele Berührungspunkte vorzuweisen haben.

Diese Drei vereinen meiner Ansicht nach die Permakultur-Ethik »earthcare, peoplecare & fairshare« sehr deutlich.

Die Akkreditierungspräsentation hielt ich im Juni 2017 auf dem Humus-Festival Nord-Ost und darf mich seither Dipl. Permakultur-Designer nennen.

Mittlerweile habe ich mich auf die soziale Permakultur spezialisiert und mir dabei zur Vision und Mission gemacht soziale, selbstorganisierte Räume zu kreieren in den frei, fair und wild gespielt und gelernt werden kann.

Permakultur-Tutor an der PKA bin ich seit dem PK-Wintertreffen im Februar 2019.

 

 

Andreas Huhn aka Ali

Helden meiner Kindheit waren John Seymour und MacGyver, woraus sich die Vorlieben für‘s gärtnern und tüfteln herausgebildet haben. Nötiges Handwerkszeug für den Garten drückte mir der grüne Daumen meines Großvaters auf, das Bauen und Werken v.a. mit Holz wurde mir über viele Lehrer nähergebracht.

Nach der Schulzeit und anschließender Jagdausbildung habe ich mich auf eine zweijährige Weltreise begeben, von der ich den Großteil in der Wildnis Neuseelands als Fischer, Jäger und Sammler verbracht habe. Es folgte das Studium der ökologischen Agrarwissenschaften, dann der Aufbau eines landwirtschaftlichen Betriebes in Schleswig-Holstein über drei Jahre. Der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit unserer Umwelt ist seitdem ein wichtiger Bestandteil meines Wirkens.

 

Heute lebe ich mit Frau und unseren drei wundervollen Jungs hinter dem Göttinger Wald in einem ehemaligen Bauernhaus mit viel Platz unter dem Dach und noch größerem Garten mit Gemüse und Obstgehölzen und Legehennen und Schafen. Wir versuchen unseren Fußabdruck in der Welt schrumpfen zu lassen, indem wir möglichst überall Mehrfachnutzen schaffen und sich gegenseitig unterstützende Systeme etablieren.

Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL e.V. sammele ich seit 2014 teilweise verlorengegangenes Wissen über den Anbau und Verwertung von Hülsenfrüchten wie Erbsen, Lupinen oder Ackerbohnen und gebe dieses an Landwirte und alle anderen Interessierten Menschen weiter. Auf einem Bio-Hof mit Milchschafen und -ziegen begleite ich eine Kindergruppe durch das landwirtschaftliche Jahr.

Zwischenzeitlich habe ich eine dreijährige Wildnispädagogik-Weiterbildung besucht und 2015 einen Verein gegründet, der sich zur Aufgabe macht, kleinen und großen Menschen Naturverbindung zu ermöglichen. 2020 haben wir einen weiteren Verein gegründet, der sich neben der Wildnispädagogik mit den Themen ‚Globales Lernen‘, Permakultur und ‚Klima Küche‘ beschäftigt, um den Fokus zusätzlich auf nachhaltige Lebensweisen zu lenken.

 

Studium der ökologischen Agrarwissenschaften in Witzenhausen, dreijährige Wildnispädagogik-Weiterbildung, Papa von drei wundervollen Jungs, Jagdschein, Angelschein

Derzeit tätig als landwirtschaftlicher Berater im Bereich Hülsenfrüchte in einem bundesweiten BLE-Projekt (DemoNetErBo), Gruppenleiter in einem Bauernhofpädagogikprojekt und als freier Referent Bereich im Wildnispädagogik, Umweltbildung und Globales Lernen.

In Kindertagen war ich lieber am Elbstrand, den Wiesen und Wäldern Schleswig-Holsteins unterwegs, als in umbauten Räumen. Durch meinen Großvater habe ich damals die Freuden des Gemüse-gärtnerns kennen gelernt, was ich bis heute begeistert fortsetze.

Nach der Schulzeit und anschließender Jagdausbildung habe ich mich auf eine zweijährige Weltreise begeben, von der ich den Großteil in der Wildnis Neuseelands als Fischer, Jäger und Sammler verbracht habe. Es folgte das Studium der ökologischen Agrarwissenschaften, dann der Aufbau eines landwirtschaftlichen Betriebes in Schleswig-Holstein für drei Jahre. Der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit unserer Umwelt ist seitdem ein wichtiger Bestandteil meines Wirkens.

Nach dem Umzug in die Region Göttingen habe ich mich in umwelt-pädagogischen Projekten vor allem für Kinder engagiert, da ich zwischenzeitlich selbst Vater wurde.
Meinen Hang zum draußen sein, Feuer machen und auf Bäume klettern konnte ich durch die Wildnispädagogik-Weiterbildung wiederaufleben lassen und betätige mich seit 2015 in diesem Bereich mit Menschen aller Altersstufen.

 

 

 

Selbstorganisation

Aus all dem pickst du dir die Rosinen, erstellst dir deinen Werkzeugkoffer und machst dich mit bis zu 36 anderen Lernlingen gemeinsam auf die Reise durch Deutschland.

Doch sei gewarnt! Das Jahr kann es in sich haben.
Dadurch, dass der Lernpfad auf Selbstorganisation basiert, erfordert er deine stetige Eigeninitiative.

Im Gegensatz zu sonstigen Bildungssystemen, in denen wir uns mit Informationen berieseln lassen können, ohne selbst großartig einen Finger krumm machen zu müssen, kommt es beim Lernpfad darauf an, dass jede*r ihre/ seine Fähigkeiten, Impulse und ihr / sein Wissen mit einbringt.

Doch keine Angst, wir lernen Methoden kennen, wie wir uns als Gruppe gut koordinieren, kommunizieren und einen vertrauensvollen Raum schaffen können, in dem das Sein, Leben, Lernen, Lehren und Spielen unsere gemeinsame Zeit ausmachen werden.

 

Finanzierung

Insgesamt werden pro Lernpfad rund 86.000€ benötigt (bei 24 Teilnehmenden).

Davon gehen innerhalb der nächsten 19 Monate (Aug ’20 – Feb‘ 22):

rund 43.000€ an Planung und Orga (darunter fallen Pfade-Design, Konzeption, Redaktion, Dokumentarfilm, Verwaltung, Termine, Homepagepflege, Anmeldungen, Betreuung der Teilnehmenden, Bereitschaftsdienst, Telefonkonferenzen, Organisation und Koordination der Mentoren, Begleitung auf allen Modulen (Permäntori), Fahrtkosten, Modulvorbereitungen, Orte, Infrastruktur, Transport, Materialien, …)

            > finanziert durch die Eigenanteile

rund 33.000€ für 13 Module mit ca. 20 Mentoren und Hospitanten (darunter fallen Modulvorbereitungen, Fahrten, Unterkunft, Verpflegung, Materialien, Unterrichtshonorare,…)

             > finanziert durch die partizipative Finanzierung

rund 10.000€ für Lebensmittel und Verbrauchsgüter (Wasser, Holz, Gas, …)

             > finanziert durch die partizipative Finanzierung

 

 

 

Die Eigenanteile

Finanzierung der Orga und Verwaltung

Nach Selbsteinschätzung zahlst du für den gesamten Lernpfad, also das Komplettpaket aller Module, insgesamt zwischen 1.400€ und 2.400€. Welche Module du dann besuchst und welche nicht, sind deine Entscheidung. Den genauen Betrag legst du für dich in deinem Weiterbildungsvertrag fest.

ACHTUNG! es ist eine grundsätzlich Anmeldeempfehlung, dass du wenigstens die Hälfte deines Eigenanteils NICHT aus eigener Tasche zahlst, sondern bis zur verbindlichen Anmeldung über crowdfunding, empowered fundraising, oder ähnliches fundraist!

 

Meine Anliegen bei dieser Anmeldebedingung sind pädagogischer, idealistischer und praktischer Natur:

1. Damit die Teilnehmenden, also ihr, das fundraising früh übt. Jetzt, sagen wir von August bis April, wo es losgeht, habt ihr 9 Monate Zeit bis zu 1.200€ (die Biene) für eure Weiterbildung zu fundraisen. Später auf dem Lernpfad gehört das fundraising als essentieller Teil der Weiterbildung dazu und es ist gut damit in den Monaten vor dem Start schon in Kontakt zu kommen und aktiv zu werden, denn ich habe in den letzten Jahren festgestellt, dass die Lernliche doch eine gewisse Zeit brauchen, um ins fundraising reinzukommen und wenn diese Üubungszeit erst auf dem Lernpfad beginnt, geht eben einiges an Zeit und Energie verloren, was in Ordnung ist, aber nicht unbedingt so sein muss.

2. Damit die Teilnehmenden, also ihr, euch frühzeitig Gedanken macht, auf welche kreativen bis pragmatischen Arten sich Geld akquirieren lässt. Und dabei hoffentlich schon viel über euch, eure Stärken, Hingaben und Potentiale lernt. Indem ihr das fundraising als Anreiz seht, etwas zu tun, worüber ihr schon lange immer mal wieder nachgedacht, es aber nie angepackt habt. Das sind Kleinigkeiten wie Kleinanzeigen. Infos einholen und Selbststudium zu Themen wie Bildungsprämien und Kindergeld. Wieder in Kontakt mit alten Beziehungen gehen, ob da dann Geld fließt oder nicht, es geht um das Aktivwerden, aus der Box denken und vielleicht neue Wege auszuprobieren.

3. Als kleine Schwelle, dass die Teilnehmenden, also ihr, früh Eigenverantwortung zeigt und auch diejenigen aussiebt, die dazu im Moment aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage sind. Ich habe festgestellt, dass bei manchen der Wunsch größer war als die Bereitschaft. Zum Lernpfad gehört das fundraisng dazu und es braucht absolute Eigeninitivative. Es fällt manchen doch echt schwer aus dem Quark kommen und das kann leider die gesamte Gruppe ausbremsen.

4. Dass ihr euch vor Beginn des Pfades zu Finanzierungsgruppen zusammenschließen können, um euch über einen Flohmarkt, eine Soliparty oder zusammen gebastelte “gofundme”-Kampangnen kennen zu lernen und gemeinsam die Finanzierung an zu gehen. Es lohnt sich auch da schon zusammen zu arbeiten, denn ab April wird es eh ein Jahr sein, dass ihr zusammen verbringen werdet.

5. Und zu guter Letzt: Wenn die Hälfte des Eigenanteils gefundraist wird, ist die Weiterbildung für jede*n Einzelne*n noch erschwinglicher und die Bildungsmöglichkeit ist weniger von dem direkten Eigenkapital, mehr von der Motivation, dem Willen, Engagement und Mut abhängig.

6. Wenn du Ersparnisse hast, die du unbedingt in den Eigenanteil investieren möchtest, nur zu. Das fundraising ist keine Verpflichtung eher eine wärmste Empfehlung.

 

Zurück zum Thema: Es sind also pro Jahrgang folgende Tiere wählbar:
Zur Erinnerung die Einladung: Die Hälfte zahlst du aus eigener Tasche, die andere Hälfte fundraist du.

Der Tannenhäher (8x):  1.400€     (700€ aus eigener Tasche, 700€ gefundraist)
Das Eichhörnchen (8x): 1.900€     (950€ aus eigener Tasche, 950€ gefundraist)
Die Biene (8x):                 2.400€     (1.200€ aus eigener Tasche, 1.200€ gefundraist)

 

special:

Komm mit einem Freund:
5% für beide, wenn ihr das gleiche Tier wählt
10% für beide, wenn ihr unterschiedliche Tiere wählt

Komm mit zwei Freunden:
5% für alle, wenn ihr die gleichen Tiere wählt
10% für alle, wenn ihr 2 unterschiedliche Tiere wählt
15% für alle, wenn ihr 3 unterschiedliche Tiere wählt

 

Mit der Anmeldung zahlst du mindestens 500€ von deiner gefundraisten Eigenanteilshälfte als Anzahlung und es steht dir frei den Rest in monatlichen Raten zu zahlen.

***Am Beispiel des Eichhörnchens von 1.900€.

500€ Anzahlung bei verbindlicher Anmeldung (gefundraist)

1.400€ Restbetrag in monatlichen Raten zahlbar (12 Monate Laufzeit 116€ pro Monat)***

 

Es gibt ein weiteres special:
Es besteht außerdem die Möglichkeit auf Lernpfad-Modulen und einigen wenigen Lehrpfad-Modulen zu kochen, diese “Dienstleistung” wird auf Spendenbasis (Empfehlung 30€ pro Modul) entlohnt. Falls du alleine auf einem Modul kochst können das schon 600€ für dich sein.

Als fließiges Bienlein mit 2.400€ Eigenanteil – davon ist die Hälfte aus deiner Hosentasche, also 1.200€ – bräuchtest du 2 mal kochen um deinen Hosentaschen-Eigenanteil und 4 mal kochen um den kompletten Eigenanteil herauszubekommen. Kinderbetreuung auf den Modulen ist auch sehr gefragt.

 

Finanzierung der Dienstleistung des „Kochens“ durch die Küchenspenden

Am letzten Tag jedes Moduls findet ein Spendenspiel statt, welches die Lernlinge selbst organisieren (Spendenspiele können ganz unterschiedlich ausfallen). Es dient dazu die Dienstleistung des Kochens durch den Koch oder die Köchin monetär zu wertschätzen (Lebensmittel und Kochequipment werden über andere Wege finanziert).

Alle Teilnehmenden an dem Modul sind dazu angehalten, nach Selbsteinschätzung zwischen 0 und X € an die Köchin / den Koch spenden. Meine Empfehlung liegt bei 30€ pro Modul.

 

Die partizipative Finanzierung

Finanzierung der Mentorenhonorare, Lebensmittel und Verbrauchsgüter

Die Hälfte der Weiterbildungskosten, etwa 43.000€, werden von euch als ein gemeinsames Projekt verstanden, organisiert und erwirtschaftet.

Dazu stehen euch verschiedenste Möglichkeiten offen.

Beispielsweise bediente sich der „Lernpfad 2019“ dem persönlichen und online-fundraising, dem Schreiben von Förderanträgen, Organisieren von Küfas, Pizza- und Solipartys und dem foodsharing.
In dieser Hinsicht ist der Pfad für euch als bereits 3. Generation etwas ausgetretener als noch im Jahr zuvor und ihr könnt auf eine Vielzahl von Erfahrungen und Vorlagen zurückgreifen.

Unterschätzt dieses Projekt nicht, es fordert Aufmerksamkeit, Engagement, Mut und Pflege, doch wenn ihr an einem Strang zieht und motiviert seid, werdet ihr es gut schaffen.
Von den gesammelten Geldern bezahlt ihr anschließend die Honorare der Mentoren und Hospitaten, die Lebensmittel und Verbrauchsgüter.
Wie und wo ihr die Gelder sammelt, verwaltet und wie ihr sie auszahlt, obliegt ganz allein euch.
Bedenkt, dass es sein kann, dass Module angesagt werden können, wenn die nötigen Beträge nicht zusammenkommen.

Dass 43.000€ in einem Jahr für 24 Leute keine unüberwindbare Hürde darstellen, kann dieses Bild verdeutlichen:

43.000€ / 24 Menschen = 1.800 pro Person / 12 Monate = 150€ pro Person pro Monat.

Und natürlich kann man da noch kleinteiliger werden:

150€ pro Person pro Monat / 4 Wochen = 37€ pro Person pro Woche / 7 Tage = 5€ pro Person pro Tag / 4 Menschen = 1,25€

Wenn also jede*r von euch pro Tag von 4 Menschen 1,25€ als Spende für den Lernpfad erhalten würde, wären die 43.000€ drin. Ich weiß, dass ist etwas theoretisch, doch ihr werdet nicht umhin kommen auch auf diese Weise aktiv zu werden. Erweitern lässt sich das Spendensammeln noch durch die oben erwähnten Methoden.

Und keine Angst, dass es gut möglich ist, hat der Lernpfadjahrgang 2019 gezeigt.

 

Wer noch genauer in die Aufdröselung der Ausgabenkalkulation der einzelnen Module einsteigen möchte.

Klicke bitte HIER

 

Durch das System der partizipativen Finanzierung ist es möglich den Lernpfad finanziell so gering wie möglich zu halten.
Ohne diese Elemente wären es bei maximaler Teilnehmeranzahl von 24 ca. 3.600€ pro Person.
Immernoch äußerst preiswert für eine derart umfangreiche Weiterbildung. Ich selbst habe für eine meiner Weiterbildungen, sie umfasste 16 Tage, 2.500€ (inkl. Unterkunft & Verpflegung) gezahlt. Dies ist keine Seltenheit! Nebenbei: Das wären im Dreisatz für die 93 Tage unstemmbare 14.500€ pro Kopf.

Versteht mich bitte nicht falsch! Ich strebe kein Dumping an!
Ich möchte wichtiges und unentbehrliches Wissen durch geringere finanzielle Hürden mehr Menschen zugänglich machen. Und der Wissens-Exklusivität durch höhere Zahlungskraft entgegenwirken, um unsere Lern- und Lehrinhalte möglichst authentisch in der Welt zu integrieren. Mein Gestaltungs- sowie Lernanliegen ist es eine Win-Win-Win Situation zu kreieren, in der alle Beteiligten manigfaltig erntereich belohnt werden können.

Änderungen sind vorbehalten.

 

Kinder & Hunde

Kinder, Hunde und andere Tiere sind auf dem Lernpfad herzlich willkommen!
In der Teilnahme von Kindern und Tieren liegen große Chancen auf Diversität, auf die wir in der Erwachsenenbildung nahezu immer verzichten. Die Anwesenheit von besonders jungen und
älteren Menschen sowie Tieren sorgt durch ihre natürliche Ganzheitlichkeit für eine Stärkung der Gruppenkultur. Außerdem können so auch Eltern oder Tierbegleitete teilnehmen, die gewöhnlich von Bildungsangeboten ausgeschlossen werden, weil sie ihre Kinder oder Tiere nicht mitbringen dürfen. Wir haben keine bezahlte Kinderbetreuung, in die wir unsere Kinder während der Modulzeiten geben können.
Das heißt, wenn wir Kinder und Tiere auf dem Pfad inkludieren möchten, liegt es an jedem Individuum, Kontakt und Beziehung zu den kleineren Wesen unter uns aufzubauen.

 

Humus-Festivals

Ich empfehle als Erweiterung des Lernpfads wärmstens die Teilnahme an mindestens einem Humus-Festival. Diese Festivals entstammen ebenfalls meiner Feder und sind, wenn man so will, eine Vorstufe des Lernpfads. Es handelt sich dabei um 8-tägige, selbstorganisierte Workshop- und Campleben-Festivals mit Permakultur, Wildnispädagogik und Foodsharing als Kernelemente.

Der Teilnahmebeitrag für dieses 8-tägige Spektakel beläuft sich auf 30€ bis 70€ (nach Selbsteinschätzung), welchen ihr selbst tragt.

***Wann und wo Humus-Festivals stattfinden, erfahrt ihr frühstens im Ende Februar ’21 nach dem jährlichen „Humus-Vorfrühlings-Thing“***

 

Abschluss

Auf dem Abschluss-Modul erhältst du den hauseigenen Lernpfad-Brief mit integriertem 72h Permakultur–Design-Kurs Zertifikat.

(Mindestvoraussetzung hierfür ist die Teilnahme am Permakultur-Modul, sowie an mindestens 4 weiteren, frei wählbaren Modulen, sowie das Design und die Präsentation deiner Pfatenschaft auf dem Abschluss-Modul, mehr dazu im Weiterbildungs-Info-Handbuch)

Dieses Zertifikat ist international anerkannt und trägt das Logo der Permakultur Akademie Berlin, an der ich 2017 mein „diploma in applied permaculture design“ erhalten habe und seit Anfang 2019 Permakultur-Tutor bin.
Der Permakultur Design Kurs ist der Grundlagenkurs für alle, die sich intensiver mit Permakulturgestaltung beschäftigen möchten. Er gilt nach fast 40 Jahren noch immer als die Basis im Permakulturdesign und wird weltweit angeboten. Das Curriculum orientiert sich am „Designers Manual“ von Bill Mollison.
Mit diesem Zertifikat kannst du, wenn du magst, direkt in das Dipl. Permakultur Design Studium an der Permakultur Akademie Berlin einsteigen.

 

Wer die Weiterbildung fortführen möchte, begibt sich auf den anschließenden einjährigen „Lehrpfad zum / zur Wildgestalter*in“, bei dem es vor allem um „Wildnispädagogik“ und „Wissensweitergabe“ geht.

Bist du auch den Lehrpfad bis zum Ende gegangen, erhältst du den hauseigenen Lehrpfad-Brief mit dem integrierten Zertifikat über die „einjährige Wildnispädagogik-Ausbildung“.

Diese setzt sich bei uns nämlich aus Lern- und Lehrpfad, also zwei Jahren zusammen.

Die einjährige Wildnispädagogik-Ausbildung qualifiziert die Teilnehmer*innen dazu, als Wildnispädagogen professionelle natur- und wildnispädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters planen und durchführen zu können.

 

Anmeldung

Die Anmeldung läuft über 5 Schritte:

1. Voranmeldung: melde dich an, werde in die „Voranmeldeliste” aufgenommen und beginne mit dem fundraising für die Hälfte deines Eigenanteils

2. Weiterbildungs-Info-Handbuch: anschließend erhälst du das WIH, lies es dir in Ruhe und genau durch und melde dich kurz, sobald du es gelesen hast

3. Videokonferenz: nimm mit anderen an einer Videokonferenz zum Kennenlernen und Fragenstellen teil

4. Weiterbildungsvertrag: Melde dich verbindlich mit dem Weiterbildungsvertrag an

5. Anzahlung: Mach deine Anmeldung endgültig, indem du mindestens 500€ als Anzahlung von deinem gefundraisten Geld überweist und lies das WIH gerne erneut

 

Hier geht’s zur Anmeldung für 2021

 

LAURITZ HEINSCH
für Rückfragen zu
Allgemeinem, Teilnehmen, Unterstützung, Finanzen, Technik…

Tel.: +49 (0) 176 395 030 34
(MI 10 – 18 Uhr)

Mail: info@wildgestaltung.de

                                  DU MÖCHTEST MIT UNS IN KONTAKT BLEIBEN?
 
                                   Wir halten dich über neu Pfade, beginnende Anmeldephasen usw. auf dem Laufenden.